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Neuer Freizeitführer erschienen 

Kürzlich ist der Freizeitführer „100 Orte, die jeder im Landkreis Augsburg gesehen haben sollte“ von Maximilian Czysz im Verlag Hans Högel KG erschienen. Das reichbebilderte Buch bietet kurzweilige Informationen, Hintergründe und Vorschläge für Wanderungen und Radtouren sowie Ausflugsziele und hält sowohl für Alteingesessene als auch für Neuzugezogene jede Menge Wissenswerte rund um das Augsburger Land bereit. Das Buch ist während der Öffnungszeiten in der Geschäftsstelle des Heimatvereins für den Landkreis Augsburg (Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg) zum Preis von 12,90 Euro erhältlich und eignet sich sicher auch als passendes Geschenk für alle Landkreisinteressierte.

Das Bauermuseum Staudenhaus ist wieder geöffnet

Die Winterpause ist vorbei und das Bauernmuseum Staudenhaus hat seine Tür für die Öffentlichkeit wieder geöffnet.

Details zum Staudenhaus entnehmen Sie diesem Flyer: Bauernmuseum Staudenhaus Oberschoenenfeld.pdf   

Öffnungszeiten: 
April bis Oktober: jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen

Foto: Thomas Schollerer

14. Juni bis 13. September 2026: Sonderausstellung in der Tenne des Bauernmuseums Staudenhaus

Am 14. Juni wurde in der Tenne des Bauernmuseums Staudenhaus die von Maximilian Czysz konzipierte, kleine aber feine Fotoausstellung „So schön ist das Augsburger Land“ eröffnet. Präsentiert werden ausgewählte Aufnahmen aus dem Leserbilder-Wettbewerb 2025 der Redaktion Augsburger Landbote und Schwabmünchner Allgemeine.
Tauchen Sie an diesem außergewöhnlichen Ausstellungort in die Vielfalt des Augsburger Lands ein, entdecken Sie neue Perspektiven auf unseren Landkreis und lassen Sie sich von dem Können der Fotografinnen und Fotografen verzaubern.

Anbei die Werkliste zu den ausgestellten Fotografien: Werkliste Ausstellung.pdf

Besichtigen können Sie diese Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten des Bauernmuseum Staudenhaus: 
April bis Oktober: jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen

Foto: Marcus Merk

6. Juli 2026 bis 3. Oktober 2027: Sonderausstellung „Auf Spurensuche: KZ-Außenlager im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder“

Zwischen 1944 und 1945 wurden im heutigen Naturpark Augsburg – Westliche Wälder in Gablingen, Burgau (mit Waldwerk Kuno) sowie Horgau KZ-Außenlager errichtet, in denen Teile für das Düsenflugzeug Me262 produziert werden sollten. Die Sonderausstellung des Naturparkvereins Augsburg-Westliche Wälder beleuchtet die geschichtlichen Hintergründe dieser Außenlager und lenkt den Blick auf die KZ-Häftlinge, die dort unter menschenunwürdigen Umständen leben und arbeiten mussten. Da sich die Ausstellung primär an Jugendliche richtet, werden die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher auf ihrem Rundgang von Selma und Philipp begleitet, zwei 15-jährige fiktive Charaktere, die sich auf Spurensuche begeben und die Geschichte der Region erforschen. Es handelt sich hierbei um eine Kooperationsveranstaltung mit dem Landkreis Augsburg sowie dem Zeitungsredakteur Maximilian Czysz. Die Sonderausstellung ist noch bis zum 3. Oktober 2026 zu besichtigen.

Adresse: Naturparkhaus Oberschönenfeld 1, 86459 Gessertshausen

 

29. Juli 2026: Besichtigung des Justus-von-Liebig-Gymnasiums Neusäß

Nach der Besichtigung des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen steht auch die Erkundung des generalsanierten Justus-von-Liebig-Gymnasiums Neusäß (Landrat-Dr.-Frey-Straße 4, 86356 Neusäß) auf dem Programm. Um 14 Uhr, um 15.30 Uhr sowie um 17 Uhr lädt der Landkreis Augsburg im Rahmen des Tags der offenen Tür alle Interessierten und damit auch die Mitglieder des Heimatvereins zu Führungen ein, die jeweils etwa 75 Minuten dauern werden. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um verbindliche Anmeldung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter 0821-3102 2547 gebeten. Ab 16 Uhr findet darüber hinaus das Sommerfest der Schulfamilie statt, das auch von Führungsteilnehmenden besucht werden kann.

 

Foto: Andreas Lang

9. August 2026: Kinder aufgepasst - Schnitzeljagd rund um den Fischacher Buschelberg

Zum ersten Mal in der Geschichte des Heimatvereins bieten wir mit einer geführten Schnitzeljagd rund um den Fischacher Buschelberg eine Veranstaltung für Kinder ab 5 Jahren und ihre Begleitpersonen an. Unter der Leitung von Franziska Flossmann werden die Kinder selbst zu Entdeckern, die spielerisch die Ringwallanlage erkunden und gemeinsam Rätsel rund um den Buschelberg lösen. Wer also Lust hat, sich mit seinen Kindern oder Enkelkindern auf den Weg zu machen, der kann gerne bei dieser historischen Zeitreise mit dabei sein. Der Treffpunkt ist um 14 Uhr in der Buschelbergstraße gegenüber der Kläranlage 2, 86850 Fischach, wo sich auch eine Parkmöglichkeit befindet. Die Teilnahme ist kostenfrei, festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung ist unbedingt erforderlich. Um eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter 0821-3102 2547 wird gebeten.

Foto: Lutz Kunstmann

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals

Das von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgegebene Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ legt dieses Jahr den Fokus auf Bewegung, Austausch und Verbindungen, die durch Denkmale erzeugt oder begünstigt werden. Denkmale können Netzwerke sein, die uns Menschen in jeder Lebenslage verbinden und damit Gesellschaft möglich machen.

Der Tag des offenen Denkmals 2026 soll Veranstaltern die Möglichkeit bieten, das Bewusstsein für die Relevanz dieser besonderen Denkmale und dem Denkmalschutz allgemein als gesamtgesellschaftliche Aufgabe weiter zu stärken. Die Umsetzung des Mottos bedeutet zum einen, Ankerpunkte für Versorgung oder Verkehr öffentlich zugänglich zu machen: Ob Brücken, Schiffe, Kraftwerke, Behörden, Schulen, Krankenhäuser oder Verteidigungseinrichtungen, sie alle sollen als Dreh- und Verbindungspunkte präsentiert werden. Im übertragenen Sinne ruft das Motto zum anderen dazu auf, sich am Tag des offenen Denkmals selbst zu vernetzen – mit Besuchern, Denkmalschützern und Denkmaleigentümern.

Das Programm zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals finden Sie noch vor der Sommerpause auf dieser Seite.

Landratsamt Augsburg. Foto: Christian Pitz

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Biburg, Katholische Pfarrkirche St. Andreas

Die Pfarrkirche St. Andreas, eine Chorturmanlage mit im Kern spätromanischem Turm, wurde mindestens zweimal nach Westen verlängert: im Jahr 1738 im Zuge einer barocken Umgestaltung mit Rundbogenfenstern und neuen Deckenfresken und im Jahr 1885, als die neuromanische Westfassade hinzukam. Auch der Innenraum erfuhr immer wieder Umgestaltungen und wird heute wesentlich von den Neuausstattungen aus der Zeit um 1865 und von 1934 bestimmt. Eine neuere Ergänzung war die Wiederaufstellung des auf dem Dachboden entdeckten Taufsteins unter der Orgelempore im Jahr 2023.
Am Tag des offenen Denkmals kann die Katholische Pfarrkirche St. Andreas von 9 bis 17 Uhr besichtigt werden. Um 14 Uhr bietet Dr. Felix Löcherer eine Führung an. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Adresse: Rommelsrieder Str. 1, 86420 Diedorf-Biburg

Foto: Julian Widerspick

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Bobingen, St. Wolfgang- und Wendelin-Kapelle

Die bisherigen Forschungen zu Alter und Aussehen der „Unteren Kapelle“ in Bobingen haben sich auf wenige, lückenhafte Archivalien und das derzeitige innere und äußere Erscheinungsbild der spätgotischen Kapelle gestützt. Nun sind jedoch Abbildungen aus dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts aufgetaucht, die das Aussehen der Vorläuferkapelle auf dem ehemaligen barocken Altarbild von etwa 1680 bestätigen und damit im Hinblick auf Alter, Baustil und dessen Veränderungen offene Fragen beantworten, gleichzeitig aber auch neue Fragestellungen aufwerfen. Erst im späten 17. Jahrhundert wurden massive Um- und Anbauten in West- und Ostrichtung vorgenommen, die dem Kirchlein sein heutiges Aussehen geben. Auch die bisher fiktive Darstellung des Innenraums, festgehalten auf einer Votivtafel von circa 1665, lässt sich nun nachvollziehen.
Der Bobinger Heimatforscher Franz Xaver Holzhauser wird in seiner Führung vorwiegend auf diese neue Situation in Wort und Bild eingehen, aber auch Archivalien vorstellen, die einen unter dem Fußboden der Kapelle zutage gekommenen Holzständerbau eindeutig als profanes Gebäude ausweisen. Daneben wird er einen Bezug zur noch älteren St. Leonhardskapelle am unteren Dorfende knüpfen.
Am Tag des offenen Denkmals findet in der St. Wolfgang- und Wendelin-Kapelle um 15 Uhr eine Führung durch Franz Xaver Holzhauser statt. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltung des Heimatvereins D‘Hochsträssler mit Unterstützung durch das Kulturamt Bobingen. Die Kapelle ist nur zur Führung geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Adresse: Römerstr. 65, 86399 Bobingen

Foto: Reinhold Lenski

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Emersacker, ehemalige Schule und Kloster

Nachdem der bisherige Schulsaal aufgrund der stetig steigenden Anzahl der Kinder in Emersacker an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen war, konnte mit bedeutender finanzieller Hilfe der Brauereiwitwe Ottilia Wörner am 6. Mai 1903 in der heutigen Schulstraße 16 das „Wörnersche Schul- und Anstaltshaus“ eingeweiht werden. Gemäß dem Willen der Stifterin erfolgte die Betreuung der Mädchen- und Industrieschule sowie der „Kinderbewahrungsanstalt“ ausschließlich durch Ordensfrauen aus dem Augsburger Kloster Maria Stern, die im Obergeschoss des Gebäudes untergebracht wurden und über eine Hauskapelle mit Ausstattung im neuromanischen Stil verfügten. Beinahe 60 Jahre hatten Schule und Kloster Bestand, bis 1961 ein Schwesternmangel die Schließung des Gebäudes nach sich zog. Ohne Nutzung stand der Bau danach viele Jahre lang leer und war dem Verfall preisgegeben, ehe er 1985/86 zum Kindergarten und Pfarrzentrum umgebaut wurde. Das abermalige deutliche Anwachsen der Bevölkerung von Emersacker entfachte ab 2015 eine erneute Diskussion über die Zukunft des Gebäudes. Denn neben der Erweiterung des Kindergartens standen umfangreiche Sanierungsarbeiten im Bestandsgebäude an. Nach eingehenden Beratungen entschieden sich die Verantwortlichen gegen einen Neubau des Kindergartens an anderer Stelle und stimmten für die Erweiterung des Gebäudes durch einen Neubau an der Westseite des Klosters. 
Am Tag des offenen Denkmals findet um 14 Uhr eine Führung durch Altbürgermeister Alois Heim, Altbürgermeister Michael Müller und Siegfried Karner statt. Neben der Klosterkapelle wird das sanierte Dachgeschoss sowie der neue Kindergarten besichtigt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter Telefon 0821 3102 2547 oder via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ist deshalb erforderlich.

Adresse: Schulstr. 16, 86494 Emersacker

Foto: Matthäus Eckhart

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Fischach, jüdischer Friedhof

Schwaben bildete neben Franken bereits seit der Frühen Neuzeit einen wichtigen Siedlungsraum für Juden. Auch in Fischach lassen sich erstmals im 16. Jahrhundert jüdische Bewohnerinnen und Bewohner nachweisen. Angesichts der intensiven Ansiedlungspolitik der Markgrafschaft Burgau nach dem Dreißigjährigen Krieg wuchs der jüdische Bevölkerungsanteil in der Staudengemeinde kontinuierlich an und erreichte im 19. Jahrhundert seinen zahlenmäßigen Höhepunkt. Im Mittelpunkt der Führung steht der denkmalgeschützte jüdische Friedhof Fischachs, der seit dem Jahr 1774 existiert und ehemals 420 Gräber umfasste. Anhand der noch vorhandenen Grabsteine lassen sich aussagekräftige Rückschlüsse auf die wechselvolle Geschichte der jüdischen Kultusgemeinde Fischachs ziehen, die mit der Deportation der letzten Fischacher Jüdinnen und Juden im August 1942 ein gewaltsames Ende fand.
Am Tag des offenen Denkmals lädt Bernhard Fischer um 10 Uhr zu einer Führung über den jüdischen Friedhof ein. Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige Anmeldung unter Telefon 0821 3102 2547 oder via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.erforderlich. Männliche Teilnehmer werden gebeten, eine eigene Kopfbedeckung mitzubringen.

Adresse: Kohlbergstr. 18b, 86850 Fischach

Foto: Ulrike Lindenbaum

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Großaitingen, ehemaliger Zehentstadel

Der ehemalige Zehentstadel wurde im Jahr 1548 errichtet und war seinerzeit mit einer Länge von 23,50 Metern, einer Breite von 13,36 Metern und einer Höhe von 13,53 Metern nicht nur das das größte Gebäude, sondern auch eines der ältesten, schwäbischen Scheunen der Gemeinde. Charakteristisch waren die acht Dachgauben, die dem Stadel sein typisches Aussehen verliehen. Sie dienten zur Belüftung der Getreideböden. Im Jahr 1648 wurde der Stadel zerstört und 1650 vom bischöflichen Administrator Johann Rudolph von Rechberg und Hohenrechberg wieder aufgebaut. Dem Stadel drohte 1977 der Abbruch. Um das Gebäude auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, erhielt der Zehentstadel 440 Jahre nach seiner Errichtung eine neue Funktion und wurde in kirchliche Räume für die evangelische Gemeinde umgebaut. Die Kosten dazu beliefen sich auf eine Million Mark. Den Namen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche haben Gottesdienstbesucherinnen und 
-besucher unter verschiedenen Vorschlägen durch Abstimmen mit großer Mehrheit ausgewählt.
Am Tag des offenen Denkmals findet im ehemaligen Zehentstadel um 10.30 Uhr ein Gottesdienst statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Anschließend werden von 11.30 Uhr bis 17 Uhr regelmäßig Führungen durch das Gebäude angeboten.

Adresse: Augsburger Str. 2, 86845 Großaitingen

Foto: Gemeinde Großaitingen

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Neusäß, ehemalige Weldenbahn

Die etwa vierstündige Radtour zum Thema Infrastruktur führt auf dem Landrat-Dr.-Frey-Radweg entlang der stillgelegten Bahntrasse der Weldenbahn von Neusäß nach Horgau. Sie beginnt mit der Besichtigung des Bienenparks in Neusäß. In Aystetten folgen Vorträge von Bürgermeister Markus Winterhalter, Altbürgermeister Peter Wendel sowie Herrn Groß, Zeitzeuge des Luftangriffs auf die Weldenbahn 1945. In Horgau wird dann die „Blechschmiede“, ein ehemaliges KZ-Außenlager, besichtigt. Auf dem Weg informieren Tafeln mit QR-Codes zur Weldenbahn. Den Abschluss bildet ein Besuch im Biergarten. 
Am Tag des offenen Denkmals startet die Radtour unter Leitung von Kevin Fessler um 13 Uhr am Bienenpark in Neusäß. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Adresse: Mühlbachstraße 23a, 86356 Neusäß (Bienenpark)

Foto: Julia Pietsch

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Nordendorf, Turmkapelle und Renaissancebrunnen des ehemaligen Fuggerschlosses

Noch heute zeugen im Landkreis Augsburg in Ortschaften wie Gablingen, Markt oder Mickhausen beeindruckende Bauwerke von der einstigen Bedeutung der Familie Fugger in der Region. Auch in Nordendorf erwarb Markus Fugger 1580 ein nur wenige Jahre zuvor von Anton Rehlinger erbautes Schloss in der Ortsmitte, aufgrund dessen sich die Fuggernebenlinie Fugger-Nordendorf herausbildete. Über Jahrhunderte hinweg dominierte das turmartige Hochschloss mit steilem Satteldach samt seinen Nebengebäuden die Ortsansicht von Nordendorf. Nach der Zerstörung des Nordendorfer Schlosses in den 1860er-Jahren, die auf Baufälligkeit zurückging, blieben lediglich Nebengebäude erhalten, die in der Folgezeit für Wohnzwecke genutzt wurden. Im Mittelpunkt des diesjährigen Tags des offenen Denkmals steht der Renaissancebrunnen im Innenhof. Er wurde 1580 anlässlich der Doppelhochzeit zweier Nichten von Markus Fugger errichtet und soll aufwändig renoviert werden.
Am Tag des offenen Denkmals ist das ehemalige Fuggerschloss von 13 bis 17 Uhr zugänglich. Führungen werden nach Bedarf angeboten. Außerdem wird mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Adresse: Hauptstraße 17, 86695 Nordendorf

Foto: Hedwig Allesandri

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Straßberg, bronzezeitliche Grabhügel auf der Flur Leitach

Die Bronzezeit im Lechtal beginnt um 2150 v. Chr. und endet um 800 v. Chr. Die Herstellung und Nutzung von Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn, revolutionierte den Alltag, förderte die Entstehung von Handel und neuen Handwerksberufen und leitete den Übergang zu komplexeren Gesellschaften ein. Werkzeuge, Waffen und Schmuck konnten nun in großen Stückzahlen gegossen werden, doch die Rohstoffe mussten über große Entfernungen gehandelt werden. Dies ermöglichte es bestimmten Gruppen, Reichtum anzuhäufen, was zu einer stärker hierarchisch geprägten Gesellschaft (Häuptlinge, Krieger, Bauern) führte. Die mittlere Bronzezeit ist besonders für ihre Bestattungssitte bekannt, große Grabhügel zu errichten, die oft mehrere Grablegen beinhalten. Eine Gruppe von 24 Hügeln und eine Höhenbefestigung befinden sich in der Umgebung von Straßberg in der Waldabteilung Leitach und können im Rahmen der Führung erkundet werden. 
Am Tag des offenen Denkmals findet um 14 Uhr eine Führung durch Alexandra Völter, Kreisheimatpflegerin für Archäologie, statt. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Adresse: Leitenberg 27 (am Grillplatz), 86399 Bobingen

Foto: Beatrix Treischl

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Thierhaupten, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege und ehemaliges Kloster

Herzog Tassilo III. gründete das Kloster im achten Jahrhundert. Bis zur Säkularisation waren dort Benediktiner ansässig. Die heutigen Klostergebäude stammen mehrheitlich aus der Mitte des 18. Jahrhunderts; die ursprünglich romanische Klosterkirche wurde barockisiert. Das wirtschaftlich autarke Kloster umfasste neben dem prächtigen Kapitelbau mit der Schaufassade auch eine umfangreiche Klosterökonomie. Heute wird das Kloster u. a. durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege genutzt, das dort neben einer archäologischen Restaurierungswerkstatt mit Bauarchiv eine Fortbildungseinrichtung sowie eine umfangreiche Sammlung historischer Bauteile betreibt. Mit etwa 6.000 Objekten aus allen Bereichen des Bauens wie Türen, Fenstern, Dachwerken, Dachziegeln und Wandaufbauten zählt die Sammlung zu den europaweit größten und bedeutendsten ihrer Art.
Am Tag des offenen Denkmals finden Führungen durch das dendroarchäologische Labor (barrierearm) und durch die Bauteilesammlung (nicht barrierefrei) jeweils um 13, 14.30 und 16 Uhr statt und dauern circa 60 Minuten. Zu den Aufgaben des dendroarchäologischen Labors des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD) gehört die Untersuchung aller Holzfunde aus archäologischen Ausgrabungen in Bayern. Darüber hinaus bietet der Freundeskreis des Klosters Thierhaupten e. V. um 14.30 Uhr eine Führung durch das Kloster an. Der Eintritt zu allen Führungen ist frei.

Adresse: Augsburger Straße 22 (Parkplatz), 86672 Thierhaupten

Foto: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, M. Forstner

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Thierhaupten, Klostermühlenmuseum

Zum „Tag des offenen Denkmals” kann das Klostermühlenmuseum besichtigt werden, das unter einem Dach vier Mühlen und eine kleine historische Druckwerkstatt vereint. Über zweihundert Jahre wurde in Thierhaupten Büttenpapier vor allem für das dortige Benediktinerkloster und zeitweise für die angeschlossene Druckerei hergestellt. Dabei handelte es sich um ein kostbares Produkt, das aufwändig hergestellt wurde und für einen Großteil der Bevölkerung nicht bezahlbar war. Wie aufwändig, aber auch wie bedeutsam die Papiermüllerei war, können Besucherinnen und Besucher an diesem Tag selber herausfinden. An der Bütte kann wie früher Papier geschöpft werden und in der Druckwerkstatt findet eine Vorführung der historischen Maschinen statt. Das Klostermühlenmuseum ist in der ehemaligen Getreidemühle (1471–1959) untergebracht und wurde 1997 auf Privatinitiative von Karl und Barbara Seidenschwann als Museum wiedereröffnet. Seit Januar 2005 ist das Museum das einzige landkreiseigene Museum. Am Tag des offenen Denkmals ist das Klostermühlenmuseum von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Adresse: Franzengasse 21, 86672 Thierhaupten

Foto: Christina Eiden

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Thierhaupten, Trachten- und Heimatstube

Heimat- und Trachtenmuseum steht in weißer Schrift auf einem kleinen Schild an der Giebelseite des rund 300 Jahre alten Bauernhauses, das sich zentral in der Ortsmitte von Thierhaupten befindet. Das historische, unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1973 zum Museum und ist ein Zeitdokument und Baudenkmal aus vergangenen Zeiten. Von außen eher unscheinbar, lädt es seine Besucherinnen und Besucher seit mehr als 50 Jahren ein, die Lebens- und Wohnverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung der Gegend zu erkunden. Neben der guten Stube, dem Schlafzimmer und der Küche werden im Dachraum allerlei landwirtschaftliche Geräte – im Original oder als Miniatur-Modell – gezeigt. Zu besichtigen ist auch das 1860 angebaute „Austragshäuserl“, die sogenannte Schusterstube. Am Tag des offenen Denkmals ist das Museum von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeiten werden regelmäßig Führungen durch das Gebäude sowie Stubenmusik angeboten. Für das leibliche Wohl wird mit Kaffee und Kuchen gesorgt.

Adresse: Herzog-Tassilo-Straße 34, 86672 Thierhaupten

Foto: Cilly Urban

13. September 2026: Tag des offenen Denkmals 
Zusmarshausen, ehemaliger Gasthof Stern

Eines der ältesten Gebäude in Zusmarshausen ist in der heutigen Wertinger Straße 8 der ehemalige Gasthof Stern. Auf den Resten eines mittelalterlichen Vorgängerbaus wurde der zweigeschossige Satteldachbau im Jahr 1607 errichtet und prägt das Ortsbild bis heute. Nachdem der Betrieb der Gastwirtschaft vor einigen Jahren eingestellt wurde, fiel das einstige Gasthaus in einen Dornröschenschlaf. Im vergangenen Jahr konnten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher am Tag des offenen Denkmals ein umfangreiches Bild davon machen, wie es im Inneren des Gebäudes ausgesehen hat. Inzwischen hat der neue Eigentümer mit umfangreichen Sanierungsarbeiten begonnen, die Ende des Jahres abgeschlossen werden sollen. Vor diesem Hintergrund bietet sich nun die Gelegenheit, einen Blick auf den derzeitigen Renovierungsstand zu werfen. Welche Veränderungen lassen sich bereits erkennen? Welche Herausforderungen sind mit der Restaurierung eines denkmalgeschützten Gebäudes verbunden und welchen Mehrwert hat ein solches Projekt für den Eigentümer und die Allgemeinheit? Antworten auf diese und viele andere Fragen erhalten die Teilnehmenden im Rahmen eines kurzweiligen Rundgangs, der auch dafür sensibilisieren soll, wie gewinnbringend es ist, sich historischer Bausubstanz anzunehmen und diese für nachfolgende Generationen zu erhalten. Am Tag des offenen Denkmals ist der ehemalige Gasthof Stern nur zur Führung geöffnet, die um 10 Uhr durch Alfred Hegele, Dr. Claudia Ried und Angela Schlenkrich geleitet wird. Bitte beachten Sie, dass sich das Gebäude derzeit immer noch im Umbau befindet und deshalb festes Schuhwerk notwendig ist. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter Telefon 0821 3102 2547 oder via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ist unbedingt erforderlich.

Adresse: Wertinger Straße 8, 86441 Zusmarshausen

Foto: Claudia Ried

16. Oktober 2026: Vortrag der Kreisheimatpflegerin für Archäologie Alexandra Völter

Die Tabula Peutingeriana, eine mittelalterliche Kopie einer römischen Straßenkarte aus der Mitte des 4. Jahrhunderts, nennt Zusmarshausen Pontone und verweist damit auf den hier gelegenen Übergang über die Zusam. Die archäologischen Funde zeigen, dass Zusmarshausen eine wichtige Station auf dem Weg von Augsburg nach Günzburg darstellte und hier viele Annehmlichkeiten der römischen Lebensart zu finden waren.
Der Vortrag befasst sich mit der archäologischen Fundlandschaft zur Zeit der römischen Antike in und um Zusmarshausen. Im Mittelpunkt stehen die archäologischen Befunde der Gemeinde und die Einbindung des Ortes in das Verkehrsnetz vor 2000 Jahren. Neue Ausgrabungen und Funde zeigen, wie durchdacht das römische Straßennetz und die an diesen Straßen gelegenen Stationen waren. In Zusmarshausen standen im 2. Jahrhundert bereits Steingebäude, eine gewerbliche Töpferei produzierte hier und eine Herberge mit Bad lud Reisende zur Rast ein.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung des Heimatvereins für den Landkreis Augsburg und ZusKultur. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Haus Hildegundis (Am Kirchplatz 3, 86441 Zusmarshausen).

 

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