Neuer Freizeitführer erschienen
Kürzlich ist der Freizeitführer „100 Orte, die jeder im Landkreis Augsburg gesehen haben sollte“ von Maximilian Czysz im Verlag Hans Högel KG erschienen. Das reichbebilderte Buch bietet kurzweilige Informationen, Hintergründe und Vorschläge für Wanderungen und Radtouren sowie Ausflugsziele und hält sowohl für Alteingesessene als auch für Neuzugezogene jede Menge Wissenswerte rund um das Augsburger Land bereit. Das Buch ist während der Öffnungszeiten in der Geschäftsstelle des Heimatvereins für den Landkreis Augsburg (Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg) zum Preis von 12,90 Euro erhältlich und eignet sich sicher auch als passendes Geschenk für alle Landkreisinteressierte.

Besuchen Sie das Bauermuseum Staudenhaus
Die Winterpause ist vorbei und das Bauernmuseum Staudenhaus hat seine Tür für die Öffentlichkeit wieder geöffnet.
Details zum Staudenhaus entnehmen Sie diesem Flyer: Bauernmuseum Staudenhaus Oberschoenenfeld.pdf
Öffnungszeiten:
April bis Oktober: jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen

Foto: Thomas Schollerer
6. Juli 2026 2026 bis 3. Oktober 2027: Sonderausstellung „Auf Spurensuche: KZ-Außenlager im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder“
Zwischen 1944 und 1945 wurden im heutigen Naturpark Augsburg – Westliche Wälder in Gablingen, Burgau (mit Waldwerk Kuno) sowie Horgau KZ-Außenlager errichtet, in denen Teile für das Düsenflugzeug Me262 produziert werden sollten. Die Sonderausstellung „Auf Spurensuche: KZ-Außenlager im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder“ des Naturparkvereins Augsburg-Westliche Wälder beleuchtet die geschichtlichen Hintergründe dieser Außenlager und lenkt den Blick auf die KZ-Häftlinge, die dort unter menschenunwürdigen Umständen leben und arbeiten mussten. Da sich die Ausstellung primär an Jugendliche richtet, werden die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher auf ihrem Rundgang von Selma und Philipp begleitet, zwei 15-jährige fiktive Charaktere, die sich auf Spurensuche begeben und die Geschichte der Region erforschen.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung mit dem Landkreis Augsburg sowie dem Zeitungsredakteur Maximilian Czysz.
Ort: Naturparkhaus Oberschönenfeld, 86459 Gessertshausen-Oberschönenfeld

18. September 2026 bis 29. August 2027: Sonderausstellung „Stonehenge. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“
Derzeit ist in der Archäologischen Staatssammlung die Sonderausstellung „Stonehenge. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ zu sehen. Bisher unbekannte archäologische und naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu dem legendären Steinkreis im Südwesten Englands werden dort anhand von zahlreichen Originalobjekten sowie Repliken verständlich vermittelt. Nach Stationen in Nordamerika kann die Präsentation nun erstmals in Mitteleuropa besucht werden.
Das Besondere daran: in München wird sie durch archäologische Funde aus Bayerisch-Schwaben ergänzt, die die Mitglieder des Arbeitskreises für Vor- und Frühgeschichte des Heimatvereins für den Landkreis Augsburg im Jahr 2002 in einer Tongrube in Markt (Gemeinde Biberbach) geborgen haben. Unter anderem handelt es sich dabei um eine Bernsteinkette sowie um Goldschmuck, die etwa 4.500 Jahre alt sind und als Grabbeigaben für eine Frau von hohem sozialem Stand dienten. Dieser Fundkomplex zählt zu den bedeutendsten der Glockenbecherkultur in Europa und lässt Rückschlüsse auf ein europaweites Netzwerk zu, das vom heutigen Landkreis Augsburg bis nach Stonehenge reichte. Denn bereits zu dieser Zeit waren die Menschen über große Entfernungen hinweg durch Handel, aber auch durch persönliche Beziehungen wie Heirat miteinander verbunden und teilten gleiche Normen und Werte.
Normalerweise können die Schmuckstücke im Archäologischen Museum Gablingen besichtigt werden, aufgrund ihrer sensationellen Bedeutung befinden sie sich im Moment aber als Leihgaben in München und bereichern die dortige Ausstellung. Dieser Umstand verdeutlich einmal mehr den hohen Stellenwert, den die archäologischen Fundstücke des Heimatvereins für den Landkreis Augsburg besitzen und macht einen Abstecher sowohl in die Archäologische Staatssammlung nach München als auch in das Archäologische Museum Gablingen gleich doppelt lohnenswert.
Die Ausstellung ist in der Archäologischen Staatssammlung in München (Lerchenfeldstr. 2, 80538 München) zu sehen und läuft bis zum 29. August 2027. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr.

Foto: © Archäologische Staatssammlung, Stefanie Friedrich
8. November 2026: „Blechschmiede Horgau“ –
KZ-Außenlager und Waldfabrik für die
NS-Rüstungsproduktion
Zum Konzentrationslager Dachau gehörte ein weit verzweigtes Netz von mehr als 150 Außenlagern, in denen ab 1942 über 30.000 Gefangene inhaftiert waren. Auch nordöstlich des Ortsteil-Bahnhofs der Gemeinde Horgau bestand 1945 eines dieser Außenlager, in dem KZ-Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten mussten. Dank des Projekts „Zeigefinger weg – Arbeitshandschuhe raus“ ist die Geschichte der sogenannten „Blechschmiede Horgau“, in der Bauteile für das Kampfflugzeug Me262 gefertigt werden sollten, gut erforscht. Während der Führung mit Kreisheimatpflegerin Dr. Claudia Ried werden die historischen Hintergründe sowie die Schicksale der Häftlinge des Lagers erläutert. Die Teilnahme ist kostenlos. Bei schlechter Witterung wird die Veranstaltung verschoben. Eine Anmeldung unter
Treffpunkt zur Führung (2,5 km) um 14 Uhr am Wanderparkplatz südlich des Bahnhofs Horgau. Dauer der Veranstaltung etwa zwei Stunden. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Foto: Julia Pietsch
19. November 2026: Von Reiterkriegern und Saaljubel — Grabfunde des frühen Mittelalters aus dem Lechtal
Im frühen Mittelalter wurden den Verstorbenen Teile ihres persönlichen Besitzes mit ins Grab gegeben. Die archäologischen Funde gewähren uns einen Einblick in die Gesellschaftsstrukturen jener Zeit. Sie erzählen vom kulturellen und religiösen Leben, von Handelsbeziehungen und manchmal auch von persönlichen Schicksalen. Aus dem Lechtal kennen wir eine Reihe von kleinen Friedhöfen, die als exklusive Bestattungsplätze der sozialen Oberschicht angesprochen werden können. In den Männergräbern finden sich umfangreiche Waffenausstattungen sowie Zaum- und Sattelzeug, das die Verstorbenen als Reiterkrieger ausweist. Diese bewussten Inszenierungen waren Kennzeichen des Lebensstils und Selbstverständnisses einer wohlhabenden Schicht von Gefolgschaftsherren, die sich in zunehmendem Maße von den dörflichen Gemeinschaften absetzte.
Der Frühmittelalterarchäologe Volker Babucke M. A. referiert um 19 Uhr im Informationspavillon 955 (Alter Postweg 1, 86343 Königsbrunn). Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Rekonstruktion einer frühmittelalterlichen Bestattung. Grafik: Roger Mayrock